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Es werden Posts vom August, 2024 angezeigt.

Enkhuizen

So, nach 4 Monaten bin ich nun wieder zurück in Enkhuizen. Zum Schluss musste ich mich ganz schön sputen und bin in 10 Tagen von Plymouth, von wo aus Irmi nach Hause gefahren ist, bis nach Enkhuizen. Das waren anstrengende 10 Tage mit Wind und Wetter und viel frühem Aufstehen. Gerade die letzte Fahrt hatte das schlechteste Segel-Wetter der gesamten Reise: Sehr wechselhafter Wind und viel Regen. Eigentlich normal in Holland, aber ich bin die letzten Monate, insbesondere die letzten Wochen auch wirklich verwöhnt gewesen vom Wetter, daher fällt mir jetzt so ein Tag wie heute besonders auf. Bis Amsterdam war noch alles in Ordnung, aber ab dem Markermeer wurde es zunehmend schlechter. Wind und Böen immer im Wechsel zwischen 1 und 8 Bft. Mal zu viel, mal zu wenig Wind zum segeln. Und erwähnte ich schon den Regen? Plitschnass war ich trotz der neuen Achterwant, weil ich ständig raus musste um irgendetwas mit den Segeln zu machen: Groß rauf, Groß runter oder reffen. Motor an, Motor aus usw usf...

Ijmuiden

Um 13:00 Uhr habe ich ausgeschlafen, auch schon gefrühstückt und entscheide ich mich weiter in Richtung Ijmuiden zu segeln. Entgegen der ursprünglichen Vorhersage ist doch ausreichend Wind und die Strömung, die in der Spitze immerhin 1,5 Knoten beträgt, kippt gerade nach Nord, also in meine Richtung.  In der Tat ist draußen schöner Wind, und zwar gerade so, dass ich mit ausreichend Winddruck in der Genua raumschots segeln kann. Mit der Strömung bin ich so fast ständig über 6 Knoten schnell. Nur kurz vor der Einfahrt Ijmuiden läßt der Wind nach, aber hier darf er das dann auch. Die vielen Schiffe, die ebenfalls die Einfahrt benutzen, sind diesmal kein Problem, da sie breit genug ist und ich mich einfach am rechten Rand halten kann. Vor der Marina noch kurz bei VHF 74 melden und schon bekomme ich einen Liegeplatz zugewisen. Trotz Hochsaison ist in der großen Marina noch viel Platz.

Scheveningen

Scheveningen benutze ich nur als Hafen um kurz zu schlafen, dann segel ich auch schon weiter, daher habe ich keine Bilder. In Dunkerque geht es sofort super los: 4-5 Bft auf Nordwest, also wieder Halbwind. Vorbei am riesigen Windpark vor Süd-Holland. Noch im Hellen sehe ich die unzähligen Frachtschiffe auf Reede nördlich von diesem Windpark. Und dieses Reedegebiet erstreckt sich bis kurz hinter Scheveningen. Alles Schiffe, die auf die Einfahrt in die Maasgeul warten, also die Einfahrt nach Rotterdam bei Hoek van Holland. Und es ist die reinste Perlenschnur: ständig fährt einer rein und raus. Und mittlerweile ist es stockdunkel. Nein nicht ganz, es ist ja Vollmond und total wolkeni. D.h. der Mond spendet viel Licht. Zusätzlich ist es nur eine Nacht vor der Supermond-Nacht am 20. August, wo der Mond ja besonders, bis zu 15%, größer erscheint. Das hilft also schonmal. Was nicht hilft ist, dass ich keine Lücke im AIS erkenne, wo ich mal durch kann. Ich funke also die Verkehrszentrale, Maas...

Dunkerque

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Dover-Dunkerque: 40 SM Besuchersteg im Port du Grand Large Lollo's Liegeplatz und die Stadt Dunkerque im Hintergrund Auf der anderen Seite des Ärmelkanals gibt es wieder richtige Sandstrände  

Dover

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  Eastbourne-Dover: 45 SM Die neue Marina in Dover im outer harbour. Die alte Marina wird geschlossen und trocken gelegt, weil man wegen dem Brexit mehr Gebäude für Passkontrollen usw. braucht. Blick auf das Dover Castle. Ich wollte eigentlich hinein, aber der Eintritt kostet 34 Pfund und ich war schon etwas spät dran, denn für eine vollständige Führung benötigt man 3 Stunden. Daher hab ich es bei Aussenaufnahmen gelassen. Sprühnebenspender in der Innenstadt Westeinfahrt vom Hafen Dover Whitel cliffs of Dover mit dem Castle

Eastbourne

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Brighton-Eastbourne: 22 SM Kurz vor Eastbourne liegt das berühmte "Beachy Head" Besuch von 3 riesigen Delfinen, wahrscheinlich Tümmler Immer mal wieder springt einer aus dem Wasser und dreht sich Kann man stundenlang zuschauen Und die Delfine haben auch ihren Spaß So geht Schleusen in England: Bequem mit Schwimmsteg (ausser im Caledonian canal) Wieder typisch für englische Seebäder: die riesige Seebrücke und der Steinestrand, aber auch die Architektur der Häuser Der Steinestrand hält die Leute aber nicht davon ab am Strand zu liegen  

Brighton

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  Cowes-Brighton: 45 SM

Cowes

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 Weymouth-Cowes: 48 SM Auf dem Weg nach Cowes komme ich etwas näher an der sogenannten Jurassic Coast vorbei, die im Grunde schon in der großen Bucht zwischen Dartmouth und Weymouth anfing. Nur wäre es dort ein riesiger Umweg gewesen, näher vorbei zu segeln. Der St. Alban's head ist wieder so ein kritischer Punkt, wo es potenziell overfalls geben könnte. Heute wähle ich die inshore passage und segel ganz knapp an der Landspitze vorbei und in der Tat ist es dort ruhig. Danach noch bis zum Anvil point, den ich auch in meinem Zeitplan abhake und dann geht es direkt auf den Needles channel zu, die Einfahrt in den Solent. Auch der kann seine Tücken haben, wenn man die Einfahrt nicht richtig timed. Zu guter Letzt muss ich etwas Gas zum Segel geben um rechtzeitig in Cowes zu sein bevor die Tide kippt. Rund 10 Minuten bin ich zu spät, merke das aber schon in der Geschwindigkeit, die schlagartig etwas runter geht. Doch eine so kurze Zeit kann man verschmerzen. In Cowes war ich mit Irmi und ...

Weymouth

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Brixham-Weymouth: 49 SM Die Ablegezeit wird ja immer von der Tide bestimmt, kennen wir schon aus Holland. Aber heute ist es ganz brutal, um 4 Uhr geht mein Wecker, denn um 4:30 heisst es ablegen. Habe ca. 40 Meilen bis zum Portland Race, dort wird der Knackpunkt heute. Das Portland Race ist ein Gewässer südlich der Halbinsel Bill of Portland und dehnt sich bis zu 3-5 Meilen nach Süden aus, je nach Wetter. Dort kommen 2 Gezeitenströme so zusammen, dass sehr gefährlicher Seegang entstehen kann. Natürlich wie üblich je schlimmer, je näher an Spring, je rauher das Wetter, je mehr Tide gegen Wind usw. Man kann entweder extrem nah an der Südspitze durchhuschen oder, was ich gemacht habe, eben 3 Meilen Abstand halten. Aber auch da ist zumindest noch starke Strömung und die muss man eben so abpassen, dass man sie nicht gegenan hat. Um also rechtzeitig vor Ort zu sein ergibt sich also die frühe Ablegezeit.  Nun ist es um 4:30 zu dieser Jahreszeit, 12. August, noch stockdunkel, wenigstens ke...

Brixham

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Dartmouth-Brixham: 8 SM Da heute Ostwind ist, komme ich nur mit Kreuzen weiter nach Osten, das wird aber bei der Entfernung von über 40 SM nach Weymouth zu lange dauern, daher verhole ich nur kurz nach Brixham und wetter den eintägigen Ostwind dort ab. Da kann ich schön bei Halbwind hin und benötige mit Rauskreuzen aus Dartmouth ca. 2 1/2 Stunden. Die Tücke dabei ist der dichte Nebel. Na ja, ein paar Kabellängen sieht man schon, daher wage ich mich raus aufs Meer. Und eigentlich hat hier auch jeder AIS. Dummerweise bleibt der Nebel in Brixham fast den ganzen Nachmittag. Erst ab 18 Uhr verzieht er sich und ich kann etwas Sonne sehen und PV-Strom generieren. Hier in UK zahlt man ja fast immer rund 5 Pfund extra für Electricity, daher versuche ich immer ohne auszukommen. Das klappt auch immer, seit wir die Heizung nicht mehr benötigen. Da die Marina voll war, musste ich auf den Besuchersteg, wovon ich sowieso ausgegangen wäre. Fand ich nur merkwürdig, dass es dort weder Strom noch Wasser ...

Dartmouth / Kingswear

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Plymouth-Dartmouth: 32 SM Schweren Herzens musste ich Irmi heute Morgen wieder zum Bahnhof bringen. Sie nimmt den Zug nach London Paddington, steigt um in die U-Bahn nach Kings Cross/St. Pancras und nimmt dort den Eurostar nach Brüssel, wo sie dann in einen weiteren Zug nach Köln umsteigt. Die Strafe für zu spätes Buchen ist, dass man für die gesamte Reise über 400 € bezahlt. Dafür reist sie im Eurostar aber erste Klasse, weil zweite Klasse nicht mehr zu haben war. Überblick über Dartmouth (links) und Kingswear (rechts) Kaum vom Bahnhof zurück, hab ich mich auch sofort auf den Weg gemacht nach Dartmouth. Zum Glück muss ich weder schleusen noch auf die Brücke warten. Es ist einfach alles auf Durchgang. Noch in der Plymouth Bucht werde ich von der Polizei gebeten, Platz zu machen in der Mitte des großen Beckens, weil dort ein großer Frachter von zwei PS-starken Piloten gedreht wird. Also fahr ich mehr am Rand und alles ist gut. Wind ist heute echt super: fünf, in Böen manchmal sechs a...

Plymouth

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Fowey-Plymouth: 24 SM Von Plymouth wurde uns von mehreren Seiten abgeraten. Die Stadt soll nicht schön sein. Wir müssen dort jedoch hin, weil Irmi von dort den Zug nach London nimmt. Eigentlich ist auch nur die Innenstadt nicht schön. Ansonsten hat der Ort viel Seefahrertradition. Von hier stammt der berühmte Sir Francis Drake, nach dem die Drake Strasse zwischen Südamerika und der Antarktis benannt ist. Und nach ihm sind jetzt in Plymouth einige Einrichtungen benannt. Das attraktive Viertel Barbican ist sicher einen Besuch wert. Die Marina Sutton, eine von 4 großen Marinas in der Stadt, liegt direkt neben Barbican, wo wir abends auch essen gehen und den letzten Abend dieses Urlaubs genießen. Mit uns auch das zahlreiche englische Jungvolk, das kräftig am feiern ist, es ist Freitag Abend. Wir glauben, dass Plymouth sicher noch mehr zu bieten hat, besonders in der Umgebung, die sehr ansprechend aussah. Doch weil für Irmi die Reise hier beendet ist, belassen wir es bei einem Tag und ich w...

Fowey

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Mevagissey-Fowey: 8 SM Kein schönes Wetter diesmal! Wir wollen aber trotzdem einen Ort weiter. Und es ist doch noch einer in Cornwall. Denn auch Fowey im gleichnamigen River liegt noch in der südwestlichsten Grafschaft. Bei Südwest der Stärke 6 Bft nutzen wir nur die Genua und ziehen wegen der kurzen Strecke zum ersten Mal unser Schlauchboot hinter uns her. Ich habe allerdings das Gefühl, dass uns das ganz schön Geschwindigkeit kostet. Die Einfahrt in den Fowey River ist toll. Wir verstehen gleich warum hier mittlerweile auch Kreuzfahrtschiffe reinfahren. Schöne Fotos müssen wir uns wegen des schlechten Wetters aber für den nächsten Morgen aufheben.  Da wir nach 2 unruhigen Nächten an Mooringbojen in Mevagissey uns nach einem Steg sehnen, fahren wir durch bis zum Polmort Quay, wo wir gerade so noch den letzten verfügbaren Platz bekommen. Nicht unbedingt schön, aber wir laufen ja gerne und so machen wir uns gleich auf den Weg zur Fähre in die schöne Stadt Fowey. Bei der Ausfahrt am ...

Mevagissey

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Falmouth-Mevagissey: 16 SM Mevagissey ist ein schönes Fischerstädtchen und unser letzter Ort in Cornwall. Es hat sich aber wie Padstow und anders als Newlyn mehr zum Tourismus hin entwickelt. Einen Steg zum Anlegen gibt es nicht. Wir liegen im Vorhafen an zwei Mooringbojen. Eine am Bug und eine am Heck, um Platz im engen Hafen zu sparen, der beim Schwojen verloren gehen würde. Es gibt aber sanitäre Anlagen, die ganz ok sind, wenn sie auch sehr nach Fisch riechen. Im Vorhafen scheint auch eine Kegelrobbe zu wohnen, die hier immer auf und ab taucht. Unser Weg hierher von Falmouth fing erst toll an: Herrliches Wetter und Wind der Stärke 4 Bft aus Südwest. Das heißt bei uns Spinnaker raus. Wegen etwas Gegenstrom machen wir "nur" 4-5 Knoten, geht aber völlig in Ordnung. Doch dann kommt mehr Wind auf und der Spi fängt so stark an zu geigen, dass ich ihn bergen will. Geht aber nicht, denn es ist so staker Winddruck auf dem Tuch, dass ich den Bergeschlauch nicht herunter kriege ohne ...