So, nach 4 Monaten bin ich nun wieder zurück in Enkhuizen. Zum Schluss musste ich mich ganz schön sputen und bin in 10 Tagen von Plymouth, von wo aus Irmi nach Hause gefahren ist, bis nach Enkhuizen. Das waren anstrengende 10 Tage mit Wind und Wetter und viel frühem Aufstehen. Gerade die letzte Fahrt hatte das schlechteste Segel-Wetter der gesamten Reise: Sehr wechselhafter Wind und viel Regen. Eigentlich normal in Holland, aber ich bin die letzten Monate, insbesondere die letzten Wochen auch wirklich verwöhnt gewesen vom Wetter, daher fällt mir jetzt so ein Tag wie heute besonders auf. Bis Amsterdam war noch alles in Ordnung, aber ab dem Markermeer wurde es zunehmend schlechter. Wind und Böen immer im Wechsel zwischen 1 und 8 Bft. Mal zu viel, mal zu wenig Wind zum segeln. Und erwähnte ich schon den Regen? Plitschnass war ich trotz der neuen Achterwant, weil ich ständig raus musste um irgendetwas mit den Segeln zu machen: Groß rauf, Groß runter oder reffen. Motor an, Motor aus usw usf...
Scheveningen benutze ich nur als Hafen um kurz zu schlafen, dann segel ich auch schon weiter, daher habe ich keine Bilder. In Dunkerque geht es sofort super los: 4-5 Bft auf Nordwest, also wieder Halbwind. Vorbei am riesigen Windpark vor Süd-Holland. Noch im Hellen sehe ich die unzähligen Frachtschiffe auf Reede nördlich von diesem Windpark. Und dieses Reedegebiet erstreckt sich bis kurz hinter Scheveningen. Alles Schiffe, die auf die Einfahrt in die Maasgeul warten, also die Einfahrt nach Rotterdam bei Hoek van Holland. Und es ist die reinste Perlenschnur: ständig fährt einer rein und raus. Und mittlerweile ist es stockdunkel. Nein nicht ganz, es ist ja Vollmond und total wolkeni. D.h. der Mond spendet viel Licht. Zusätzlich ist es nur eine Nacht vor der Supermond-Nacht am 20. August, wo der Mond ja besonders, bis zu 15%, größer erscheint. Das hilft also schonmal. Was nicht hilft ist, dass ich keine Lücke im AIS erkenne, wo ich mal durch kann. Ich funke also die Verkehrszentrale, Maas...
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