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Es werden Posts vom Juni, 2024 angezeigt.

Inverness

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Whitehall-Inverness: 120 SM Um pünktlich in Inverness zu sein um Irmi vom Flughafen abzuholen, segel ich von Stronsay in einem durch. Früh morgens will ich los und habe erstmal Bammel bei kräftigen Wind den Anker hoch zu ziehen, denn die Lollo liegt nicht weit vom Ufer entfernt und wenn wir zu weit ins Flach treiben, stecken wir fest. Ohne elektrische Ankerwinde kann das etwas schwierig werden, da ich ja nicht gleichzeitig auch am Gashebel stehen kann, während ich die Ankerkette hochziehe. Vorsichtig ziehe ich erstmal Meter für Meter hoch und beobachte ob wir schon abtreiben. In dem Fall müsste ich die Kette schnell an der Klampe befestigen und nach hinten in die Plicht rennen. Zum Glück kann ich aber nahezu das gesamte Ankergeschirr hoch hieven, bevor wir nennenswert vertreiben, da bin ich sehr erleichtert. Kaum los setzte ich die Segel, zunächst im 1. Reff, später ausgerefft. Es geht mit 5-6 Knoten an Stronsay vorbei nach Süden. Herrlich, ablandiger Wind und wenig Welle, so gehts am ...

Stronsay, Orkney Islands

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Nach Orkney, genauer zur Insel Stronsey, geht der Kurs nach Südwest, also kommt natürlich von dort der Wind. Diesmal ist das Kreuzen gar nicht so einfach. Denn quer zu meinem Kurs setzt recht starke Tidenströmung. Und zwar zu Beginn von Südost. Kaum abgelegt ziehe ich die Segel hoch und komme ungefähr auf Kurs 190°, den ich erstmal 2 Stunden beibehalte. Das Problem ist nun, dass es keinen Sinn macht eine Wende zu fahren, solange mir dann der Strom entgegen setzt. Auf der anderen Seite will ich aber nicht so weit nach Süden, da ich im Wetterbericht gesehen habe, dass dort bald weniger Wind zu erwarten ist als weiter westlich. Ein richtiges Dilemma! Also bleibt mir nichts anderes übrig als diese Tide auszusegeln und eben weiter nach Süden zu gehen. Leider muss ich danach erstmal etwas motoren um wieder in den Wind zu kommen.  Später am Nachmittag lässt der dann leider überall stark nach, so dass ich unter Motor Kurs aus Stronsay nehmen kann. Dadurch bin ich dann wenigstens nicht...

Fair Isle

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Auch nach Fair Isle muss ich kreuzen. Im Prinzip nur südliche Winde die ganzen nächsten Tage. Heute muss ich jedoch zusätzlich auch gegen die Strömung ankämpfen. Warten bis die Tide kippt will ich auch nicht, denn dann komme ich zu spät auf Fair Isle an und ich will mir ja noch die Insel ausgiebig ansehen, denn am nächsten Morgen muss ich ja schon wieder weiter. So dauert mein Törn zwar länger, aber da ich sehr früh los bin, komme ich schon um 14 Uhr auf der kleinen Insel zwischen den Orkneys und Shetlands an. Vor der Einfahrt werde ich schon von zahlreichen Papageientauchern begrüßt. Die folgenden 3 Bilder sind aber natürlich von meinem Landausflug (ein Fahrrad lohnt sich auf Fair Isle übrigens durchaus): Bei Einfahrt in den Naturhafen von Fair Isle ist das Wetter noch nicht so schön wie später am Nachmittag Der Papageientaucher-Spot im Norden der Insel Mittlerweile herrliches Wetter über Fair Isle Im äussersten Norden von Fair Isle Mein Liegeplatz in Fair Isle an einem Motorboot Hafe...

Bay of Scousburgh, Shetland

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Von Hamna Voe bis in die Bay of Scousburgh sind es theoretisch nur 11 Seemeilen. Aber da der Wind aus Süd kommt und ich folglich kreuzen muss, dauert der Trip rund 4 Stunden. Die Ankerbucht, die ich mir ausgesucht habe ist sehr gut geschützt bei Wind aus südlichen Richtungen. Für alle anderen Richtungen gäbe es in unmittelbarer Nähe ebenfalls mehrere Alternativen. Am Ende der Bucht staune ich über Dünen und Strand wie auf Norderney. Ein sehr schöner Ankerplatz, ich fahre durch bis ich nur noch 5 Meter Tiefe unter dem Kiel habe um nicht so viel Ankertrosse stecken zu müssen. Nachts kommt leider dann doch noch etwas Schwell auf und daher ich lege früh morgens ab in Richtung Fair Isle.  

Hamna Voe, Shetland

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Mein nächstes Ziel ist das kleine Örtchen Hamna Voe, nur eine gute halbe Stunde von Scalloway entfernt. Der Name Voe steht auf den Shetlands ja für einen Fjord. Das stammt wie der ganze Name des Ortes noch von der Wikinger-Sprache. Überhaupt ist man hier ja ganz stolz auf die Wikingervergangenheit und erinnert daran wo es nur geht. Auch die landschaftliche Ähnlichkeit mit Skandinavien wird oft hervorgehoben. Stimmt ja im Prinzip auch. Der Hafen ist sehr eng, daher ist zum manövrieren kaum Platz. Da draussen aber viel Schwell ist, will ich trotzdem lieber da rein als in der Bucht zu ankern.  Die Wanderung an der Küste bietet echt tolle Ausblicke. Sehr zu empfehlen. Ansonsten ist es hier recht einsam, denn der Hafen wird sonst nur von Fischern genutzt. Im Ort gibt es leider kein Pub. Ein winziger Tante Emma Laden hat immerhin bis 19 Uhr auf.  Tolle Wanderung an der Küste bei Hamna Voe Mein Liegeplatz in Hamna Voe Der Fischerhafen von Hamna Voe, leider ohne sanitäre Einrichtungen...

Scalloway, Shetland

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Walls-Scalloway: 16 SM Heute habe ich besseres Wetter als gestern und auch tollen Wind, zumindest nachdem ich aus dem Vaila sound rausgesegelt bin. Landschaftlich ist die Küste zwischen Papa Stour und Scalloway ein Genuss. Und zum segeln sowieso. Liebe ich es doch zwischen Schären und Sunden unterwegs zu sein. Könnte eigentlich noch stundenlang so weiter segeln, doch am frühen Nachmittag kommt Regen und da hört der Spass dann natürlich auf.  Die folgenden Bilder entstehen bei der Ausfahrt aus Walls, dem Vaila sound: Hier erkennt man auch eine der zahlreichen marine farms Und dies ist der weitere Küstenverlauf in Richtung Scalloway: Scalloway bei der Ankunft In Scalloway gibt es 2 Marinas, die beide keine bzw. kaum Besucherplätze bieten. The place to be in Scalloway ist der Boating Club pontoon, der als Schwimmsteg ausgeführt ist und einen guten Eindruck macht. Nur bekommt man jedesmal Schwell ab, wenn ein anderes Boot vorbei fährt.  Es gibt sanitäre Anlagen und Strom, also was...

Walls, Shetland

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Brae-Walls: 22 SM Nach dem vielen Sturm und Starkwind in Brae die letzten Tag will ich nun weiter in Richtung Süden. Die Abfahrtszeit wird mir dabei von der Strömung südlich der kleinen Insel Papa Stour vordiktiert. Ich lege sie so, dass ich dort bin, wenn der Strom gerade nach Südwesten setzt. Das ist 4 Stunden vor HW Lerwick der Fall. Das heißt aber auch erst um 14 Uhr ablegen. Zunächste geht es bei plattem Wasser mit Rückenwind durch die Fjorde und Sunde bis Papa Stour. Aber war laut Wetteronline nicht Sonne angesagt? Komisch, pünktlich an der Engstelle im Sound of Papa fängt es an zu regnen. Zusätzlich wird die Sicht sehr schlecht. Jetzt darf aber nichts mit dem Tablet schief gehen, sonst laufe ich auf einen der zahlreichen Felsen. So ganz vage erkenne ich aber noch die Untiefen und segel einfach mittig durch.  Hinter dem Sound of Papa kann ich dem Küstenverlauf entsprechend immer mehr anluven und werde damit auch schneller und das segeln macht mehr Spass, selbst im Regen....

Brae, Shetland

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  Nolsöy-Brae: 190 SM Aus unterschiedlichen Gründen habe ich mich entschieden nicht nach Island zu segeln, daher geht es nach rund 3 Wochen auf den Färöer-Inseln nun wieder in Richtung Schottland. Da ich die Shetland-Inseln auf dem Hinweg ausgelassen habe, sind diese nun mein erstes Ziel. Als ersten Hafen wähle ich Brae auf der Westseite der Inseln. Dort kommt man bei jedem Wetter und jeder Tide gut rein. Die Strömung auf dem Weg nach Brae ist vernachlässigbar, da es ein Fjord ist (in Shetland heißen sie eigentlich Voe), wo es ja nicht durchströmen kann im Gegensatz zu den Sunden. Es gibt in der Ansteuerung auch keine Roosts (brechende Wellen) oder Eddies (Strudel). Also ein idealer erster Ankerstopp. Die Einfahrt in den Fjord und in die Schärenwelt der Shetlands ist beeindruckend. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass ich mich nach 32 Stunden auf dem Wasser jetzt wieder nach Land sehne. Der ungemütliche Seegang ist plötzlich weg und ich motore die letzten Meilen durch das plat...