Stronsay, Orkney Islands
Nach Orkney, genauer zur Insel Stronsey, geht der Kurs nach Südwest, also kommt natürlich von dort der Wind. Diesmal ist das Kreuzen gar nicht so einfach. Denn quer zu meinem Kurs setzt recht starke Tidenströmung. Und zwar zu Beginn von Südost. Kaum abgelegt ziehe ich die Segel hoch und komme ungefähr auf Kurs 190°, den ich erstmal 2 Stunden beibehalte. Das Problem ist nun, dass es keinen Sinn macht eine Wende zu fahren, solange mir dann der Strom entgegen setzt. Auf der anderen Seite will ich aber nicht so weit nach Süden, da ich im Wetterbericht gesehen habe, dass dort bald weniger Wind zu erwarten ist als weiter westlich. Ein richtiges Dilemma! Also bleibt mir nichts anderes übrig als diese Tide auszusegeln und eben weiter nach Süden zu gehen. Leider muss ich danach erstmal etwas motoren um wieder in den Wind zu kommen.
Später am Nachmittag lässt der dann leider überall stark nach, so dass ich unter Motor Kurs aus Stronsay nehmen kann. Dadurch bin ich dann wenigstens nicht so spät dort.
Da es in Whitehall auf Stronsay keinen Schwimmsteg gibt und auch sonst keine vernünftige Anlegemöglichkeit, mache ich notdürftig an einem Arbeitsboot fest um noch ohne das Beiboot aufblasen zu müssen an Land zu kommen. Am nächsten Morgen um 6 Uhr fahren die Jungs, die am Abend zuvor noch im Pub beim Fussball kucken getroffen habe, aber raus und daher heisst es auch für mich aufstehen und Anker werfen.
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