Oban
Das war kein schöner Törn heute. Es fing zunächst mal damit an, dass wir wegen der Tide um 5 Uhr morgens aufstehen mussten, und das im Regen. Dann gegen 20-25 Knoten Wind ankämpfen, wo es zu eng zum kreuzen ist, segeln zum abgewöhnen. Aber das Schlimmste stand uns noch bevor: In der Enge Corran Narrow steht 2,5-3 Knoten Strom, der zwar mit uns läuft, aber gegen die 20-25 Knoten Wind und das erzeugt eine ordentlich kabbelige Welle, in der die Lollo immer auf und ab gehüpft wurde. Dabei machen wir gerade mal 1-2 Knoten Fahrt durchs Wasser bei 5-6 Knoten über Grund. Der Propeller macht unangenehme Geräusche, da er ganz schön hart arbeiten muss in dieser Waschküche. Da das auch nach der Enge so weiter geht, versuchen wir zu kreuzen um die Wellen etwas quer zu nehmen, das klappt auch besser. Nur können wir so nicht unseren Zielkurs segeln. Daher beschliessen wir nach einer guten Stunde wieder unter Motor weiter zu fahren, um rechtzeitig vor Kippen der Tide in Oban anzukommen. Gegen Wind und Tide haben wir nämlich kaum eine Chance. Die Welle hat sich mittlerweile etwas beruhigt und wir können außerdem einen Weg durch die Schärenwelt nehmen, der besser geschützt ist. Als wir gegen 12 Uhr in Oban ankommen sind wir erleichtert und machen erstmal das wohlverdiente Frühstück.
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