Vagur, Färöer
Kirkwall-Vagur, Färöer: ca. 200 SM
Die Fahrt durch die Orkneys ist ein Traum: 3-4 Bft aus Südost, also überwiegend Halbwindkurs bei wenig Welle, da die Insel guten Schutz bieten. Da ich Tide und Wind in einer Richtung habe, muss ich mir auch keine Sorgen wegen den Races und Overfalls machen, die in der Navionics Karte nahezu überall verzeichnet sind. So düse ich bis zum Westray firth, wo ich abfalle, da mein Kurs ja ab dort Richtung Nordwest geht. Also Wind platt von hinten. Ich werde folglich etwas langsamer und beschließe den Spinnaker zu setzen, solange ich noch den Wellenschutz der Inseln habe.
Zu diesem Zeitpunkt hätte ich noch nicht gedacht, dass ich den Spi bis kurz vor Färöer nicht mehr berge. Zwar geigt er unterwegs ganz schön bei bis zu 21 Knoten, aber es geht gerade so. Nur muss ich ihn in der Nacht reffen, also den Bergesack etwas runterziehen, da es einfach zu unruhig wurde. Trotzdem komme ich damit noch sehr gut voran. Ich glaube durch den Spi im Gegensatz zum Schmetterling habe ich es geschafft vor der zweiten Nacht anzukommen. Knapp 36 Stunden habe ich gebraucht. Meine Schätzung vorher war zwischen 40 und 44 Stunden. Denn zum Schluss hin hat der Wind etwas abgenommen. Durch den Spi konnte ich hinreichend schnell weiter segeln, mit dem Schmetterling hätte ich vielleicht beimotoren müssen. Wie auch immer, ich bin jedenfalls froh, dass es so gut geklappt hat.
Während der 36 Stunden habe ich nur einmal ein anderes Schiff gesehen, und das war ein Militärschiff, von dem ich nicht weiss aus welchen Land es kam. Meine Vermutung war russische Herkunft. Es sah irgendwie optisch danach aus und ein AIS Signal hat es auch nicht ausgesendet. Ausserdem habe ich auf meiner Steuerbordseite noch 2 Ölplattformen in der Ferne gesehen. Das wars dann aber auch mit Hindernissen. Daher habe ich mich auch ab und zu mal für 20 Minuten hingelegt um etwas zu ruhen. So richtig tief schlafen kann ich dabei natürlich nicht, es hilft jedoch dabei etwas Kraft zu erhalten.
Durch den wolkenfreien Himmel blieb es während der gesamten Nacht ziemlich hell, die Beleuchtung brauchte ich nicht. Ich glaube selbst mit Wolken wäre es noch ausreichend hell dafür geblieben.
Der Westray firth, die Ausfahrt aus den Orkney Inseln auf dem Weg nach Färöer
In dieser Ausfahrt setzte ich noch den Spi, der mich dann die gesamte Reise gut voran treibt.
Kurz vor Sonnenuntergang strahlt der Spi so richtig schön
So sieht es aus, wenn man unterwegs nicht aufräumt
Permanent schönes Wetter, nur bei Ankunft nicht. Es dauert lange bis ich die Färöer-Insel Suduroy im Dunst ausmachen kann.
Einfahrt in den Fjord nach Vagur
Gegen 21:30 ist die Sonne noch lange nicht untergegangen und scheint nochmal durch den Dunst durch
Vagur am Abend der Ankunft gegen 21:45
Mein Liegeplatz in Vagur, leider kein Schwimmsteg, sondern an großen Reifen
Auf den Färöer Inseln fließen die Wasserfälle nach oben.
Am nächsten Tag ist tolles Wetter auf der Färöer Insel Suduroy
Vagur mit dem Fjord von weiter open
Das kleine Örtchen Sumba, ganz im Süden der Insel Suduroy
Der Tunnel ist 3km lang, ich musste mich ganz schön überwinden um mit meinem Fahrrad da durch zu fahren.
Wenigstens ist er etwas beleuchtet
Ein Suchspiel: die Lollo ist zu erkennen
So viele unterschiedliche Schafe gibt es auf den Färöer Inseln
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